Senja März 2017

Ich hatte die Gelegenheit zusammen mit {www}Floris Smeets die Insel Senja zu erkunden. Senja ist eine Insel im Norden von Norwegen und liegt zwischen Tromsoe und den Lofoten. Ich flog über Oslo nach Bardufoss, von dort brachen wir dann zu dritt mit dem Mietwagen auf die Insel Senja zu erkunden.

Begrüßt wurden wir von einer Gruppe Rentieren, die sich nicht weit von der Straße aus aufhielten und sich von uns fotografieren ließen. Weiter ging es nach Hamn, wo wir unser Unterkunft hatten.

In den ersten Tagen konzentrierten wir uns auf den Norden und fuhren die vielen Fjorde ab. Da ist einer schöner als der andere. Etwas schwierig machte es uns das Wetter. Immer wieder kamen Schneestürme und man sah nicht mehr wirklich viel von der Landschaft.

Aus dem Steinfjord heraus sieht man den Berg Fuglan mit seinem sehr markanten Gipfel. Die Legende besagt, dass die Berge hier alles versteinerte Trolle sind. Beim blick auf diesen Berg kann man diese Legende verstehen. Der Gipfel sieht aus, wie ein Gesicht was in die Ferne blickt. Im Panorama vom Steinfjord kann man es mit etwas suchen auch finden.

Ein kleines Stück weiter von Tungeneset hat man einen tollen Blick auf den Oksen. Eine weitere markanten Bergkette. Hier waren wir auch des Öfteren. Es lohnt sich hier sowohl beim Sonnenaufgang als auch beim Sonnenuntergang zu fotografieren. Dann hat man dann diese typischen tollen Farben, die man hier im Norden bekommt in einer tollen Kulisse.

Folgt man dem Bergsfjorden, dann kommt man zu einem alten Fischerhaus dem Krakeslottet. Hier ist auch ein toller Sandstrand und das Wasser schimmert türkis. Wirklich sehr schön dort.

Um in den Süden der Insel zu kommen, muss man relativ weite Wege in Kauf nehmen. Durch die vielen Fjorde gibt es dahin keine direkte Straße. Auf dem Weg in die Kommune Torsken hatten wir einen tollen Blick auf das Vardnesmyra Naturreservat.

Auf der Straße in den Silfjord, muss man unbedingt einen Stopp einlegen. Hier bietet sich ein wirklich schöner Blick in den Fjord.

Gegen Nachmittag erreichten wir Grunnfarnes, ein kleines Fischerdörfchen. Die schon tief stehende Sonne reflektiere sich im Wasser, was gerade bei einer Langzeitbelichtung einen schönen Effekt erzielte. Die Einwohner waren sehr interessiert daran, was wir denn in ihrem kleinen Dorf wollten. Nachdem wir unsere Absichten erklärt hatten, bekam wir direkt noch ein paar Tipps, wo wir unbedingt noch hin sollten.

Der Sonnenuntergang war recht spektakulär und wir taten uns schwer eine passende Stelle zu finden. Zu viele Ecken waren vielversprechend. Wir haben aber denke ich das beste heraus geholt und den Himmel, der aussah, wie wenn er in Flammen stehen würde zu fotografieren. Das letzte Licht habe ich dann wieder mit einigen Langzeitbelichtungen eingefangen.

Nicht nur die Rentiere sahen wir immer mal wieder und konnten sie fotografieren. Unter anderem auch in tollem Gegenlicht. Auch Seeadler gibt es dort einige. Man benötigt, aber schon mehr Glück um diese auch fotografieren zu können. Nur einmal hatte ich das Glück aus recht kurzer Entfernung einen, der sich hinter einem Busch versteckte mit der Kamera erwischen zu können.

Als wir auch noch den südlichsten Punkt erkundeten, trafen wir auf eine Elchkuh mit ihren beiden Jungen. Die eigentlich ja eher scheuen Tiere ließen sich so gar nicht stören. Die beiden Jungtiere waren zwar etwas skeptisch und hielten sich im Hintergrund. Dafür ließ sich die Elchkuh aber geduldig von uns fotografieren.

In der Nähe von Valvag fanden wir eine Stelle mit schroffen, schneebedeckten Bergen vor denen das Grün der Bäume richtig leuchtete. Das Panorama in Rodsand versprach auch recht interessant zu sein, doch davon war wegen dicker Wolken und mal wieder Schneefall nichts zu sehen.

Im Gryllefjord bei Ballesvika haben wir noch einen schönen Strand mit großen Steinen entdeckt. Bei Sonnenuntergang hat man da ein tolles Licht, das letzte Sonnenlicht reflektierte sich toll in den Pfützen zwischen den Steinen.

Von den Polarlichtern habe ich nun noch gar nicht gesprochen. Vom Breitengrad her liegt Senja optimal, um die faszinierenden Lichter zu beobachten. Kurz nach meiner Ankunft erreichte mich die Information, dass die Sonnenaktivität so gering wie seit 7 Jahren nicht mehr ist. Mitte der Woche besserte sich dies und ein recht starker Sonnenwind erreichte die Erde. Leider erreichte uns auch ein Schneesturm zur selben Zeit. So fanden wir keine Gelegenheit für die Polarlichter. Bis, ja bis auf den letzten Abend. Die Prognosen waren zwar nicht gut, aber wir machten uns wieder auf die Suche. Und am letzten Abend hatten wir Glück, die Polarlichter zeigten sich. Die erste Position, von der aus wir fotografierten war nicht so optimal. Am Bergsbotnen wehte ein Wind, der mich fast umgeworfen hätte. Wir haben dann schnell die Position gewechselt und sind zum Tungeneset mit Blick auf den Oksen. Ein wirklich toller Ort mit den Polarlichtern noch viel schöner. Ein wirklich gelungener Abschluss dieser Tour. Da nimmt man es dann auch in kauf total unausgeschlafen sich auf den Heimweg zu machen.

Senja ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wer dies gerne mal als organisierte Fotoreise machen möchte, der sollte sich an {www}Floris Smeets wenden. Er plant dies bald anzubieten.

Meine verwendete Technik, Fujifilm X-T1 und X-T2 mit 100-400 mm f/4,5-5,6, 35 mm f/1.4, 16 mm f/1,4

Panorama im Steinfjord.

Blick von oben in den Traelvika Fjord.

Blick auf das Vardnesmyra Naturreservat.